Erfolgreicher Generationswechsel dank MKK-Förderprogramm.

Der Übergang eines Familienbetriebs von einer auf die nächste Generation gestaltet sich oft als schwierig, gerade im Handwerk. In Jossgrund-Burgjoß gibt es ein Beispiel, das nun zeigt, wie es anders gehen kann. Dort übergab Großvater Klaus Kleespies seinen Frisörsalon im Januar an Enkelin Luisa Müller. Schon dessen Vater hatte das Geschäft geführt – nun ist es vonnöten, umfassende Renovierungsmaßnahmen vorzunehmen. Der Main-Kinzig-Kreis hilft mit einem Zuschuss mit, dass der Generationenwechsel nicht an den kostenintensiven Baumaßnahmen scheitert.

„Unser Förderprogramm Ländlicher Raum ist ausdrücklich dazu da, nicht nur in den Ortskernen die Bautätigkeit für den Bereich Wohnen zu unterstützen, sondern auch wenn es darum geht, die Nahversorgung zu erhalten und auszubauen“, machte Landrat Thorsten Stolz bei einem gemeinsamen Besuch mit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler in Burgjoß deutlich. „Muss ein zentraler Treffpunkt schließen, kann oftmals das Herz eines Ortes verloren gehen.“ Die anstehende Sanierung der Innenräume bezuschusst der Main-Kinzig-Kreis mit 25.000 Euro.

„Ich freue mich riesig über diese Förderung, die uns einiges erleichtert“, sagte Luisa Müller. Für die Renovierung hat sie sich viele Bereiche des Salons vorgenommen; Tradition soll mit modernem Salonflair verbunden werden, um neue „Wohlfühlbereiche“ zu schaffen. Es steht insgesamt aber nur ein begrenztes Baufenster zur Verfügung, um das Geschäft nicht zu lange geschlossen halten zu müssen. Neben viel Eigenleistung durch die gesamte Familie müssen daher Firmenleistungen hinzugenommen werden.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sprach der 23-jährigen Unternehmerin Mut zu und lobte die Pläne. „Ich finde es eine großartige Sache, dass die ganze Familie in den Übergangsprozess einbezogen ist. Das macht den Start für die neue Chefin leichter und schafft bei den Kunden das Vertrauen, dass sich zwar die Räumlichkeiten verändern, aber die Leistung und das Angebot gleich gut bleiben“, so Simmler. Neben Luisa Müller, Beste ihres Meisterjahrgangs 2018 in der Handwerkskammer, zuvor Innungsbeste und Siegerin im praktischen Leistungswettbewerb der Frisöre auf Landesebene 2017, werden beide Großeltern, Mutter Diana Müller sowie eine Aushilfe im Salon beschäftigt sein.

Bürgermeister Rainer Schreiber und Klaus Kleespies sprachen ihren Dank in Richtung des Main-Kinzig-Kreises aus. „Dieses Förderprogramm für die Orte des ländlichen Raums ist ein Segen und kommt bei den Menschen hier vor Ort direkt und sinnvoll an“, so Schreiber. Kleespies ergänzte: „Wir sind bei der Beratung über den Firmenübergang und die Förderung durch den Kreis gut unterstützt worden, unbürokratisch und sehr hilfsbereit.“

Unser Bild zeigt (von links): Hannelore Kleespies, Lilli Müller, Bürgermeister Rainer Schreiber, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Salon-Inhaberin Luisa Müller, Landrat Thorsten Stolz, Klaus Kleespies, Diana Müller und Sabine Rupp (Kreisverwaltung).